Die richtige Baufinanzierung will immer gut geplant sein. Schließlich ist dies kein Kredit, der einen nur ein paar Monate begleitet. In den meisten Fällen beträgt die Laufzeit eines Baufinanzierungskredits zehn bis 30 Jahre, was nicht gerade ein Pappenstil ist. Deshalb geht in diesem Bereich nichts ohne eine entsprechend ausführliche Planung, die nicht übers Knie gebrochen werden sollte. Alles muss bedacht werden dabei, nichts darf vernachlässigt werden, weder die Laufzeit noch die eigenen finanziellen Möglichkeiten.
So sollte bei der Laufzeit nicht nur nach dem eigenen Lebensalter gegangen werden. Natürlich ist es als 20 Jähriger einfacher, einen Kredit über eine Laufzeit mit 30 Jahren abzuschließen. Ob dies jedoch auch wirklich sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich ist es nicht gerade eine kleine finanzielle Belastung, die man dann viele Jahre lang, über mehrere Jahrzehnte hinweg, mit sich trägt. Deshalb sollten die eigenen finanziellen Möglichkeiten ausgelotet werden und die „Sicherheit“, in wie weit man zum Beispiel eine berufliche Zukunft hat.
Sich bei der Baufinanzierung bis zum Limit zu verschulden, sollte dabei unbedingt vermieden werden. Hierdurch gerät man schneller in eine Zahlungsunfähigkeit, als einem lieb sein könnte. Deshalb sollte in die Planung für den Hauskauf auch nur das einberechnet werden, was man wirklich nicht braucht an Geld. Ein gutes Maß ist hier die Hälfte der bisherigen Kaltmiete. Auch sollten solche Unwägbarkeiten wie Krankheit, Berufsunfähigkeit, Tod eines der beiden Darlehensnehmer oder auch Arbeitslosigkeit mit bedacht werden.
Es ist wunderschön, sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen, so lange dieser auf einer realistischen Ebene bleibt. Lieber zu tief Stapeln als zu hoch, heißt deshalb das Motto bei einer Baufinanzierung. Umso länger hat man dann auch wirklich etwas von dem gekauften eigenen Heim.