Die Konditionen bei der Baufinanzierung müssen stimmen!
Kein Kredit kommt ohne Konditionen, also ohne Kreditbedingungen aus, dies ist auch bei Baufinanzierungsdarlehen nicht anders. Wichtig ist es, diese Kreditkonditionen erstens zu kennen, und zweitens, den Kreditvertrag vor dem Abschluss genau auf diese Bedingungen zu prüfen. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
1. Zins oder effektiver Jahreszins?
2. Verwaltungskosten
3. Bearbeitungsgebühren
4. Provisionen
- für den Kreditvermittler
- Kreditmakler
- einen Außendienstler
- oder Innendienstler beim kreditgebenden Geldinstitut.
5. Tilgungsplan
6. Laufzeit des Kredites
7. Wie viel Prozent der Kreditsumme werden tatsächlich ausbezahlt?
8. Vorab Bearbeitungsgebühren zahlen? – Finger weg davon!
Wenn man diese verschiedenen Punkte betrachtet, wird einem schnell klar, dass ein lediglich oberflächlicher Vergleich von mehreren Baufinanzierungsangeboten nicht viel bringen wird. Nur wenn Kreditangebote auf diese verschiedenen Punkte hin „durchklopft“ und sorgfältig prüft, wird auch einen guten Baufinanzierungskredit für sich selbst und seine Familie finden. Wer lediglich auf das Wort „Zinsen“ achtet, kann hier sehr reinfallen. Eine Angabe von einem einfachen Zins sagt nichts über die tatsächliche Höhe der Baufinanzierungszinsen aus. Bei diesen vermeintlich so günstigen Angeboten wurden meist nur die normalen Zinsen, ohne die sonstigen Kosten berechnet, auch die Zinseszinsen werden oftmals weggelassen. So kann ein Kredit mit scheinbar so günstigen Zinsen wie 2,5 Prozent oder Ähnliches in Wirklichkeit dann einen effektiven Jahreszinssatz von 10 oder mehr Prozent haben.
Auch sollte der Kreditgeber seine Karten offen auf den Tisch legen in Bezug auf die Kosten und Gebühren für den Kredit. Wer hier nicht Klartext spricht, sollte gleich als Kreditgeber für die eigene Baufinanzierung wegfallen. Und noch zwei Punkte sind wichtig: Wie viel Prozent der Kreditsumme werden tatsächlich ausbezahlt? Bei manchen Kreditangeboten sind die Angaben hierzu sehr im Kleingedruckten versteckt. Da werden dann plötzlich von der aufgenommenen Darlehenssumme die Kosten, die Gebühren, die Provision und möglicherweise bereits auch schon die erste Rate für das Baufinanzierungsdarlehen abgezogen.
Von solchen Krediten sollten man aber eher Abstand halten, da man hier schon vorab für etwas zahlt, was man gar nicht bekommt, wenn zum Beispiel die erste Rate gar nicht zur Auszahlung gelangt. Außerdem sollten keine Kreditangebote näher in Betracht gezogen werden, bei denen bereits vorab Bearbeitungsgebühren bezahlt werden sollen, damit der Antrag für die Baufinanzierung überhaupt angenommen wird. Hier riecht es nur regelrecht nach Bauernfängerei und nach unseriösen Methoden.